Der G20-Gipfel 2017 in Hamburg

Plattform für morgen. Der G20-Gipfel gehört zu den wichtigsten Foren internationaler Zusammenarbeit. Er versammelt alljährlich Vertreter aus 19 Staaten und der EU. Sie stehen für die stärksten Volkswirtschaften und erfolgreichsten Exportnationen der Welt und repräsentieren fast zwei Drittel der Weltbevölkerung und drei Viertel des Welthandels. Das gibt ihnen ein ganz besonderes Gewicht in der internationalen Gemeinschaft, und eine besondere Verantwortung, Maßstäbe für zukünftige Entwicklung zu setzen und Lösungswege aufzuzeigen. Im Jahr 2017 hat Deutschland den Vorsitz in diesem Forum. Aus diesem Anlass trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft – Wirtschaftsführern, Gewerkschaftlern, Wissenschaftlern, Frauen und Jugendlichen – um deren Empfehlungen in den Dialog einzubinden.

Im Jahr 2017 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder auf Einladung der Bundesregierung in Hamburg. Unter dem Motto „Shaping an interconnected world“ beraten sie am 7. und 8. Juli darüber, wie weltweit die wirtschaftliche und politische Stabilität erhöht, die Sicherheit verbessert sowie die Zukunftsfähigkeit aller Länder dieser Erde sichergestellt werden kann.

In der „Gruppe der Zwanzig“ kommen die führenden Industrie- und Schwellenländer der Welt all­jährlich zusammen, um sich abseits der formalen diplomatischen Konsultationswege über Fragen der Weltpolitik und der Weltwirtschaft auszutauschen und an gemeinsamen Lösungen für die globalen Herausforderungen zu arbeiten. Zu den G20 gehören Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, die Europäische Union, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. Daneben nehmen am G20-Gipfel auch wichtige Regionalorganisationen wie die Afrikanische Union (AU) und die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) sowie internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, die Welthandelsorganisation (WTO), die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Weltgesundheits­organisation (WHO) und die Vereinten Nationen (UN) teil. Im Jahr 2017 sind in Hamburg auch Norwegen, Singapur und die Niederlande als Partnerländer der deutschen Präsidentschaft mit dabei.

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, Hungersnöte, weltweite Gesundheitskrisen oder Terror erfordern ein gemeinsames und entschiedenes Handeln aller Staaten. Die G20-Staaten repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung, vier Fünftel des Bruttoinlandsproduktes (das auf der Welt erwirtschaftet wird,) und drei Viertel des Welthandels. Mit ihrer Wirtschafts- und Innovationskraft haben sie das Potential, und aus ihrer Sicht auch die Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen und Antworten auf diese Herausforderungen zu finden.

Diskussion in drei Themensträngen

Die Inhalte der Gespräche auf dem G20-Gipfel sind in drei Themenbereiche gegliedert. Im Themenfeld „Stabilität sicherstellen“ stehen die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft, die Aufrechterhaltung des offenen Welthandels sowie der Ausbau einer sicheren Finanzarchitektur im Mittelpunkt. Insbesondere die in vielen Ländern aufkommende Neigung zum Protektionis­mus sorgt für wachsende Besorgnis um die Zukunft eines offenen, fairen und den weltweiten Wohlstand fördernden Handels- und Wirtschaftsaustausches.

Der Themenbereich „Zukunftsfähigkeit verbessern“ zielt insbesondere auf die sozialen, ökologischen und ökonomischen Wirkungen des globalen Wirtschaftswachstums und der technologischen Entwicklung. Hier stehen neben der Digitalisierung mit der Umsetzung der Ziele der globalen Agenda 2030 vor allem die Lebensbedingungen der Menschen, die Belastbarkeit unseres Planeten in Bezug auf das Klima und die Nutzung fossiler Energien sowie die die Abwehr von globalen Gesundheitsrisiken und die Stärkung der Frauen im Vordergrund.

Und unter dem Leitgedanken „Verantwortung übernehmen“ rückt im dritten Themenfeld vor allem die Partnerschaft mit Afrika ins Zentrum der G20-Gespräche. Neben dem Ausbau der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit den Ländern Afrikas stehen hier vor allem die unmittelbare Bekämpfung von Fluchtursachen, die Eindämmung des Terrorismus und der Kampf gegen Korruption im Blickpunkt.

Mehr Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der deutschen G20-Präsidentschaft 2017.

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